Mehr als ein Verwaltungsgebäude

Diakoniestation Aarbergen-Hohenstein offiziell eingeweiht / Viel Anerkennung für die kurze Bauzeit von elf Monaten

HOLZHAUSEN/AAR. Der Ort ist ungewöhnlich für einen Got­tesdienst, aber authentisch. Im Untergeschoss, wo sonst die Dienstfahrzeuge parken, also in der Garage, feiern zahlreiche Besucher die Ein­weihung des Neubaus der Diakonie-Station Aarbergen­Hohenstein. Pfarrer Jürgen Noack, zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes aus evangelischen Kirchenge­meinden, der die Station trägt, leitet die Andacht mit Pfarrer Stefan Rexroth und der Krankenschwester Susan­ne Rauch. Prominente Gäste sind dabei in Holzhausen über Aar, und ziemlich unverhoffte. Ober­halb eines Abflussrohres, das seinen Anfang in der Küche hat, nisten Schwalben, erklärt Lothar Becker, der Vorsitzen­de des Förderkreises der Dia­konie-Station. Unabhängig von dieser Heimstatt widmet Noack die Predigt der Frage, wo Gott wohne, und er ant­wortet selbst: ,,Gott wohnt da, wo Menschen sich umei­nander Sorgen machen und sich umeinander kümmern." Das passt zum Auftrag der Einrichtung.

Der Landrat findet es einfach „wunderbar"

So sei die Diakonie-Station der Mittelpunkt, von dem aus Wege zu pflegebedürftigen Bürgern in ihren Wohnungen in Hohenstein und Aarbergen angetreten werden. Rund 25 Mitarbeiterinnen um die Pflegedienstleiterin Elke Ludwig-Merz sind in diesem Sinne tätig und betreuen ungefähr 100 Personen. Der christliche Wert Barmherzigkeit wird daher im Gottesdienst betont und auf den Neubau bezogen. „Das ist mehr als ein Verwaltungsgebäude“, hebt Noack hervor im Festgottesdienst, an der der Posaunenchor Strinz-Margarethä/Breithardt mitwirkt. Freude herrscht über die kurze Bauzeit von elf Monaten. Die Kosten beziffert Lothar Becker auf 850 000 Euro, in der Summe seien Inventar und Technik sowie eine Rücklage für die noch zu gestaltenden Außenanlagen ebenfalls eingerechnet, erläutert er.

Zum Konzept gehört ein Erbbaupachtvertrag: Der Förderkreis ist Eigentümer des Grundstücks, die Diakonie-Station des Gebäudes. Wie Becker sagt, war die Standtorfrage der Diakonie-Station seit rund 15 Jahren ein Thema. Später werden kurz die Querelen gestreift um die Alte Schule, das alte Domizil der Station in Holzhausen. Eigentlich habe man nicht neu bauen wollen, erzählt Jürgen Noack. Doch jetzt ist ein Bauwerk nutzbar, für dessen Architektur mehrfach Anerkennung geäußert wird. Von einer „angemessenen Arbeitsstätte“ spricht Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), ein echtes „Heim“ sei entstanden. „Ich kann schlicht und ergreifend sagen: wunderbar“, schließt sich Landrat Frank Kilian (parteilos) an. Beim Rundgang beeindruckt vor allem der geräumige und helle Besprechungsraum.

„Wir können uns da etwas abschauen“, meint Hohensteins Bürgermeister Daniel Bauer (SPD) stellvertretend für alle Politiker zur stringenten Umsetzung des Projekts. Zugleich erinnert er an die Bedeutung der Pflegekräfte. „Jeder kann in die Situation kommen, solch einen Dienst zu brauchen“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete und Holzhausener Klaus-Peter Willsch. Für den Kettenbacher Pfarrer Heiko Wulfert sind die Beschäftigten „das Gesicht der Kirche, sie bringen den Segen in die Häuser“.

Mit freundlicher Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG

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